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München
macht mobil Lesbischsein ist sichtbar geworden in Form von
Plakaten in der Münchner Innenstadt und das in einer alltäglichen Form, mit
ganz normalen Frauen. Die Plakate sind von einer bestechenden Schlichtheit und
Natürlichkeit, ohne zu provozieren oder das Bild, das vom Lesbischsein in der
Gesellschaft existiert, in irgendeiner Form zu fördern. Viel zu lange war das
an die Öffentlichkeit gehen eher eine Schwulendomäne. Sicher wissen die
meisten Frauen, wie schwer es ist, sich zu outen und trotzdem im Beruf und/ oder
Privaten voranzukommen. Wie oft mussten und müssen wir uns Sprüche anhören
wie: Du hast nur noch keinen richtigen Mann gehabt. Lesbisch sein macht
besonders Männer hilflos, weil sie die angebliche Macht über uns scheinbar
verloren haben. Macht, die eigentlich im Zeitalter der Gleichberechtigung und
Emanzipation völlig überflüssig geworden ist. Wir wollen doch nur wir Selbst
sein, einfach nur zu uns stehen und uns in unserer Umwelt verwirklichen,
akzeptiert werden ohne Angst zu haben und ohne Diskriminierung. Einfach mit
einer Frau glücklich werden. Aktionen wie diese haben das Ziel, die Öffentlichkeit
an den Anblick von lesbischen Frauen zu gewöhnen und für Toleranz und Respekt
zu werben, aber auch den Frauen Selbstbewusstsein und Stolz zu geben. Es wird
noch einige Zeit dauern, bis wir voll in eine Gesellschaft integriert sind, die
uns eigentlich ein Zuhause geben sollte, in dem wir so leben, lieben, lachen und
weinen können, wie wir möchten und das mit ganzem Herzen. Doch sollten wir
nicht damit aufhören für eine Sache zu kämpfen, die zwar auch viele
Entbehrungen und Rückschläge für uns bedeuten könnte. Aber was wäre
gewesen, wenn es nicht in allen Epochen unserer Zeit Frauen gegeben hätte, die
für Ziele gekämpft haben. Ziele, die für uns heute schon fast selbstverständlich
geworden sind, wie z.B. das Wahlrecht. Es ist nicht einfach, dies jetzt zu
schreiben, aber manchmal sollten wir unsere eigenen Interessen etwas zurückstellen,
denn wir sollten auch an die zukünftigen Generationen von Frauen denken, die
mit einer Frau leben wollen. Schließlich profitieren auch wir von der Uneigennützigkeit
vergangener Generationen. Wir sollten uns an dieser Aktion ein Beispiel nehmen
und einen, sagen wir einmal Kampf, führen, mit einen stolzen Lächeln und mit
dem Selbstbewusstsein, das uns schon so weit gebracht hat und wir sollten
intelligent genug sein, um zu wissen, dass jetzt massive Provokation eher einen
Rückschritt bedeuten würde. Unsere Gesellschaft haben wir schon etwas
sensibilisiert und wir sind auf den richtigen Weg. Viele Frauen sind verbittert
und leben in einem zu engen Wirkungskreis oder verleugnen sich tagtäglich
selbst. Was könnten diese Frauen alles bewegen, wenn sie nur könnten. Wir
brauchen diese Frauen, unsere Gesellschaft braucht diese Frauen. Der Weg ist da, wir müssen ihn nur gehen, um uns
zu begegnen. Die Aktion "Lesben in Sicht" ist eine
Aktion von LesbenTraum (LeTra), die Furien und Companjeras (lesbische Mütter)
in München und wird unterstützt von der LH München, Our München, den Grünen
und einigen mehr. LeTra München sieht sich als einen Raum von und
für Lesben, mit einer Vielzahl von Angeboten und Veranstaltungen. So viel, dass
der Platz hier nicht ausreichen würde, aber die Frauen, die größtenteils
ehrenamtlich arbeiten, werden Euch gern telefonisch oder mit Broschüren über
ihr Programm informieren. Kontaktadresse: LeTra Dreimühlenstr. 23 / Rgb. 80469 München Tel./Fax.: 089-725 42 72 Sandra
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