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Erotische
Orte Zu
diesem Thema würde ich, als Küken unserer heiteren Truppe, nur zu gern das
Unschuldslamm spielen. Aber erstens heißt es doch schließlich: Mitgehangen,
mitgefangen! und außerdem würden mir wahrscheinlich so 2 bis 3 Damen aus
der Zeitung das kleine, unschuldige Engelchen eh nicht abkaufen. Aber da die
ernste und romantische Seite erotischer Erlebnisse an interessanten Orten schon
von Manu in der letzten Ausgabe behandelt wurde, werde ich mich dem ironischen
Hin-und-her von Realität uns
Phantasie widmen. Die
Sache mit den Orten kann nämlich ziemlich verzwickt sein. Vor allem dann, wenn
Realität und Phantasie einfach keine Einheit bilden möchten. Das ist
jedenfalls bisher bei mir der Fall. Denn während ich von sagenumwobenen Plätzen,
freier Natur und lauen Sommernächten träume, gerate ich an die
unromantischsten und obskursten Orte. Ich befürchte, dass es sich dabei um
Begebenheiten handelt, die gemeinhin unter Ironie des Lebens
zusammengefasst werden. Denn anstatt mit meiner Liebsten in einer lauen
Vollmondnacht auf dem Rock of Cashel (einer alten, imposanten Klosterruine in
Irland) eine dermaßen romantische Nacht zu verbringen, dass man meint , die
Erde müsse unweigerlich anfangen zu beben, lande ich in einer Umkleidekabine
einer sehr bekannten Kaufhauskette. Nun ja, der Blick der Verkäuferin sprach Bände.
Wir haben dann stillschweigend und breit grinsend das Kaufhaus verlassen, denn
jeder Kommentar zur Beruhigung der Verkäuferin wäre sinnlos gewesen. Was hätte
ich denn da noch sagen sollen??? Etwa: Sorry, aber ich bin da so
reingerutscht.?! Besser nicht! Tja,
und da ein Parkhaus auch nicht unbedingt ein mit Blumenduft geschwängerter Ort
ist, an dem einem eine leichte Brise spätsommerlicher Luft um die Nase weht,
frage ich mich langsam schmunzelnd, ob ich nicht doch vielleicht etwas falsch
mache. Allerdings hat man ja nun nicht immer wahnsinnig viel Zeit, um die Sache
an einen anderen Ort zu verlegen. Außerdem ist ja nun hin und wieder auch ein
klein wenig Spontaneität gefragt, wenn es frau mal so überkommt. Und muss ich
gestehen, dass es mir so eigentlich ganz gut gefällt, auch wenn ich in einem
Parkhaus nicht unbedingt die Erfüllung eines lang gehegten Traumes finde. Aber
mir widerstrebt es, solche Erlebnisse zu planen und auf diese Weise ist es doch
immer wieder überraschend und spannend. Es wäre doch ziemlich langweilig, wenn
alles immer reibungslos funktionieren und jeder Traum sich mir nichts dir nichts
erfüllen würde. Ich warte da gern noch ein wenig, ist nur die Frage, wie viele
Umkleidekabinen und Parkhäuser bis dahin noch meinen Weg kreuzen werden. Einen
frechen Gruß an alle, denen es genauso geht Melle
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