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Trennungen Ich will nicht verhehlen, dass ich durch Euer Interesse an meinem ersten Artikel dahingehend doch sehr stimuliert wurde, meine Meinung zu gewissen Themen weiter zu verbreiten - das Ganze so zu sagen von der anderen Seite zu beleuchten. Als Mann, noch nicht einmal schwul veranlagt, in einer lesbischen Zeitung. (Es gibt nichts, was es nicht doch gibt) An Eurem Interesse erkenne ich doch auch, dass mit gewissen Vorurteilen, die von beiden Seiten schnell bei der Hand sind, vorsichtig umgegangen werden sollte. Nur weil man lesbisch, schwul oder hetero ist sollte einem die Meinung des anderen nicht völlig egal sein. Und der oder die andere hat auch nicht zwangsläufig aufgrund ihrer sexuellen Neigung ärztliche Hilfe nötig. Ein permanentes Spannungsfeld bei Trennungen von Paaren ist die Verteilung oder besser noch Zuteilung gemeinsam erworbenen Besitzes sowie gemeinsamer Erzeugnisse. Hinter diesen bewusst äußerst kalten Worten verbirgt sich soviel Zündstoff, der vom Ärgernis über den Nervenzusammenbruch bis zum Selbstmord gehen kann. Viele von Euch haben sicher schon mehrere Partnerwechsel hinter sich, teilweise verbunden mit Haushaltsaufteilungen (manchmal harmonisch, oft aber mit Stress). Nicht selten verzichtet man auf etwas, nur um des Friedens oder der Ruhe wegen. Bei Sachgegenständen geht das noch, schwieriger wird es bei Dingen, mit denen beide schöne Erinnerungen verbinden, drastisch kann es bei der Aufteilung der Haustiere werden, an denen das Herz beider hängt. Doch hier kann man meist noch die Regel anwenden: ....Du hast mir das geschenkt, somit ist das meins. ODER .......Ich habe es bezahlt, somit gehört es mir auch. Oh Ihr Glücklichen. Es gibt noch Dinge, die sich nicht so einfach klären und regeln lassen. Obwohl es doch dafür eine Faustregel gibt. Ahnt Ihr schon was ich meine? Meist verbleibt es bei den Frauen der Mutter, gemeint sind die Kinder. Ich will jetzt hier keine Ehedrama Revue passieren lassen. Ich will aber hier auch mit einem Vorurteil (zugegebener Maßen nicht immer unbegründet) aufräumen, dass Väter im Falle einer Trennung nicht an Ihren Kindern hängen. Ich bin zugegebener Maßen ein Vollblut-Vater, das heißt sooft ich kann beschäftige ich mich mit unseren Nachwuchs. Schon oft fragte ich mich, wie ich mich im Falle einer Trennung zu dieser Frage stellen würde. Die Antwort für mich ist eindeutig. Beflügelt man die Phantasie durch Zeitungsartikel, Fernsehserien und vielleicht noch durch eigene oder im Freundes- oder Familienkreis mitbekommene Dramen so ist hier der Stoff des real Live das jeden Big-Brother-Kitsch um Längen schlägt. Kinder haben zwar nach der Historie, (der Hausfrauensaga) als Ansprechperson die Mutter, da diese zwangsläufig in Ihrer Rolle verfangen jeden Tag rund um die Uhr verfügbar ist. Aber mal ehrlich Ihr emanzipierten ? feministischen ? überwiegend modernen ! Frauen, die nun doch statt am heimischen Herd heutzutage in der Berufswelt ihre Frau stehen. Gilt diese Saga denn noch ?
Alte Traditionen schwinden, alte Vorurteile sollten es auch. Ich werde mir evtl. schon für die nächste Ausgabe mal einige Gedanken über folgendes Thema machen: KINDER ALS DRUCKMITTEL ZWISCHEN VATER UND MUTTER. Solltet Ihr hierzu Meinungen oder Erlebnisse haben die Ihr (natürlich vertraulich) dort mit einfließen lassen möchtet. So schickt an die Redaktion eine Mail. Kritik an meine Artikel können auch angebracht werden. Ich vertrag das schon, obwohl ich ein Mann bin. Euer Ralf
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